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Energieeffizienz im Fokus: Vor- und Nachteile eines Blockheizkraftwerks (BHKW) in Mehrfamilienhäusern

In der heutigen Zeit, in der Nachhaltigkeit und Energieeffizienz einen immer höheren Stellenwert einnehmen, suchen Immobilienbesitzer nach innovativen Lösungen, um den Energieverbrauch und die CO2-Emissionen ihrer Immobilien zu senken. Eine Möglichkeit, die in diesem Zusammenhang an Bedeutung gewinnt, ist die Installation eines Blockheizkraftwerks (BHKW) in Mehrfamilienhäusern. Diese Kraft-Wärme-Kopplungssysteme bieten eine effiziente und umweltfreundlichere Art der Energieerzeugung, bringen aber auch bestimmte Herausforderungen mit sich. In diesem Artikel beleuchten wir die Vor- und Nachteile eines BHKWs in einem Mehrfamilienhaus.

Vorteile eines BHKW:

Energieeffizienz und Umweltfreundlichkeit

In der heutigen Zeit, in der Ressourcenknappheit und Klimawandel immer drängendere Themen werden, rücken Energieeffizienz und Umweltfreundlichkeit immer mehr in den Vordergrund. Ein Schlüsselelement zur Erreichung dieser Ziele ist die effiziente Nutzung von Energie. Blockheizkraftwerke (BHKWs) sind ein Paradebeispiel für solche Effizienz, da sie die Möglichkeit bieten, gleichzeitig Strom und Wärme zu erzeugen. Dieses Prinzip, auch als Kraft-Wärme-Kopplung bekannt, ermöglicht es, dass ein Großteil der im Brennstoff enthaltenen Energie tatsächlich genutzt wird und nicht ungenutzt als Abwärme verloren geht, wie es bei vielen konventionellen Energieerzeugungssystemen der Fall ist. Dies führt zu einer signifikanten Reduzierung des Primärenergieverbrauchs. Darüber hinaus führt die effiziente Nutzung des Brennstoffs, sei es Gas, Biomasse oder andere Quellen, zu niedrigeren CO2-Emissionen im Vergleich zu herkömmlichen Kraftwerken. Die Umwelt wird so durch weniger Treibhausgase und Schadstoffe belastet. Durch die Anwendung dieser Technologie tragen Mehrfamilienhäuser, die ein BHKW nutzen, aktiv zum Umweltschutz bei und leisten einen wertvollen Beitrag zur Erreichung globaler und lokaler Klima- und Umweltschutzziele.

Kosteneinsparungen

In der Welt der Immobilienverwaltung sind die Betriebskosten ein ständiger Schwerpunkt, insbesondere in Mehrfamilienhäusern, wo die gemeinsamen Kosten für alle Bewohner relevant sind. Ein BHKW, trotz seiner höheren Anfangsinvestition, bietet auf lange Sicht erhebliche wirtschaftliche Vorteile. Durch die simultane Erzeugung von Wärme und Strom in einem einzigen Prozess wird die Effizienz maximiert und der Brennstoffverbrauch minimiert. Dies übersetzt sich direkt in geringere monatliche Energiekosten. Darüber hinaus eröffnet die Möglichkeit, überschüssigen Strom ins öffentliche Netz einzuspeisen oder lokal zu verkaufen, eine zusätzliche Einnahmequelle, die weiterhin dazu beiträgt, die Gesamtkosten zu reduzieren. Mit steigenden Energiepreisen wird diese Kosteneffizienz noch bedeutsamer, da sie Mehrfamilienhäusern hilft, Preisschwankungen auf den Energiemärkten zu umgehen und langfristige finanzielle Stabilität zu gewährleisten. So können sich die anfänglichen Investitionskosten in ein BHKW im Laufe der Zeit durch kontinuierliche Kosteneinsparungen amortisieren, was es zu einer klugen finanziellen Entscheidung für zukunftsorientierte Hausverwaltungen und Wohnungseigentümergemeinschaften macht.

Unabhängigkeit vom Strommarkt

Ein weiterer entscheidender Vorteil ist die Autarkie. Durch eigene Stromerzeugung können Mehrfamilienhäuser den Strompreisschwankungen auf dem Markt entgegenwirken. Obwohl die allgemeinen Strompreise sich stetig bewegen und schwanken, bleiben die Energiekosten der Anlage weitgehend stabil, da sie sich größtenteils selbst versorgt. Somit besteht lange und sichere Planbarkeit bei den Stromkosten in der Anlage. 

 Fördermöglichkeiten

Der Staat erkennt den Wert von BHKWs für die Energiewende und bietet daher verschiedene Förderprogramme an. Dies kann Zuschüsse, günstige Kredite oder steuerliche Vorteile umfassen. Teilweise gibt es von den Städten und Kommunen individuelle weitere Fördermöglichkeiten dieser Heizungsart. Solche Förderungen sind vor der Umsetzung immer zu prüfen. 

Nachteile eines BHKW:

Hohe anfängliche Investitionskosten

Einer der Hauptnachteile, der potenzielle Betreiber eines Blockheizkraftwerks (BHKW) oft abschreckt, sind die erheblichen Anfangsinvestitionen. Diese Kosten setzen sich aus verschiedenen Komponenten zusammen. Zunächst ist da der Kaufpreis des eigentlichen BHKWs, der je nach Kapazität und Technologie stark variieren kann. Hinzu kommen Kosten für Planung, Beratung und gegebenenfalls für die notwendige Umstrukturierung des bestehenden Heizsystems. Das Gebäude oder der Raum, in dem das BHKW installiert werden soll, muss eventuell angepasst werden, um den technischen Anforderungen gerecht zu werden – das kann beispielsweise Schallschutzmaßnahmen, Verstärkungen der Infrastruktur oder Anpassungen der Energieverteilungssysteme beinhalten. Außerdem dürfen die Kosten für Genehmigungen, die je nach lokalen Vorschriften anfallen können, nicht unterschätzt werden. Während sich diese Investitionen über die Lebensdauer des BHKWs oft amortisieren und in vielen Fällen sogar zu langfristigen Einsparungen führen, stellt die anfängliche finanzielle Belastung für viele private und auch gewerbliche Immobilienbesitzer eine signifikante Hürde dar. Es ist daher entscheidend, die langfristigen Vorteile und potenziellen Renditen im Vergleich zu den anfänglichen Ausgaben aufzuzeigen und zu errechnen.

Wartung und technische Expertise

Ein BHKW erfordert regelmäßige Wartung und eine spezielle technische Expertise. Es ist wichtig, dass qualifizierte Fachleute das System betreuen, was zusätzliche laufende Kosten bedeutet. Hier sind vorsorglich langfristige Wartungsverträge mit Fachfirmen zu schließen, die vom Hersteller des BHKW hierfür auch zugelassen sind. Dies dient sowohl der fachgerechten Betreuung, als auch um den Anspruch bei Gewährleistungsmängeln beizubehalten.

Platzbedarf und Implementierungskomplexität

Ein BHKW ist in seiner physischen Größe und den erforderlichen Komponenten in der Regel umfangreicher als herkömmliche Heizsysteme. Daher benötigt es nicht nur einen größeren Raum für die Installation, sondern es müssen auch Aspekte wie Schallschutz, Belüftung und Wartungszugang berücksichtigt werden. In bestehenden Gebäuden, insbesondere in solchen mit begrenztem Platzangebot, kann dies zu erheblichen baulichen Anpassungen führen, um den technischen und sicherheitsrelevanten Anforderungen gerecht zu werden.

Darüber hinaus ist die Implementierung eines BHKWs in bestehende Systeme eine komplexe Angelegenheit. Es geht nicht nur darum, eine zusätzliche Energiequelle hinzuzufügen, sondern das BHKW muss effizient mit den bereits vorhandenen Strom- und Wärmeverteilungssystemen integriert werden. Dies kann eine Überarbeitung dieser Systeme erfordern, um sicherzustellen, dass sie optimal mit dem BHKW harmonieren. Zudem sind BHKWs in vielen Ländern und Regionen gesetzlichen Vorschriften und Richtlinien unterworfen. Diese reichen von Emissionstandards bis hin zu Sicherheitsvorgaben, und ihre Einhaltung ist unerlässlich. Die Navigation durch diesen regulatorischen Dschungel und die Sicherstellung, dass das BHKW diesen Anforderungen entspricht, kann sowohl zeitlich als auch finanziell aufwendig sein. 

Die Rolle von OLIV

In der komplexen Landschaft der Immobilienverwaltung hat sich OLIV als vertrauenswürdiger Partner und Experte etabliert. Die OLIV hat sich nicht nur auf die alltäglichen Aufgaben und Herausforderungen der Immobilienverwaltung spezialisiert, sondern zeigt auch durch die erfolgreiche Betreuung einer großen Mehrfamilienhausanlage mit einem Blockheizkraftwerk (BHKW) ihre Fachkompetenz in modernen Energielösungen. Das Management solch komplexer Technologien erfordert eine präzise Abstimmung zwischen Bewohnern, Technikern und Energielieferanten, um eine effiziente und störungsfreie Energieversorgung zu gewährleisten. OLIV stellt sicher, dass alle Aspekte, von der technischen Wartung bis hin zu rechtlichen Anforderungen, reibungslos koordiniert werden. 

Fazit

Es gibt viele Möglichkeiten, die Heizungssysteme auf den neusten Stand der Technik zu bringen. Wichtig ist es, die richtige Strategie für das jeweilige Objekt zu wählen. Eine professionelle Beratung kann hierbei sehr hilfreich sein.

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Ihr Sebastian Schröder

 

Fotoquelle: Foto / Bild von senivpetro auf Freepik

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